Gestern 12:19
Vogel      Madeira-Strelitzie

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Funchal im April 2026
Und wieder gibt es Veränderungen zu beobachten....
Es wird lauter in der Stadt, nicht nur die zu Stoßzeiten verstopften Straßen erzeugen Lärm, nun auch die Musikmacher an den Straßenecken. Unbestritten sind gute Stimmen dabei, aber wenn es vom Zarco-Denkmal bis zum Praca do Colombo schallt, liegen da schon einige Straßenzüge dazwischen. Somit kann man sich dem Klang nicht entziehen und die Präsenz der Musikanten hat deutlich zugenommen.
Ähnlich steht es um die taghell leuchtende LED-Reklame in Schaufenstenr oder an Hausfassaden, die den abendlichen Fußgänger blenden. Man möchte nicht im Haus gegenüber wohnen. Und dann das Horror-Highlight, die Sozialversicherung hatte (mal wieder) eine Beleuchtung der Fassade angeschaltet, die bei unserer Ankunft im Sekundentakt die Farbe wechselte, und das bis Mitternacht. Unser Wohnhaus wurde dadurch in ebensolche Farben getaucht und in den Räumen und auf den Balkonen war kein Friede zu finden. Vielleicht hat mein Brief geholfen, denn danach wurde es nur noch blau, etwas gedämpdt, aber immer noch ausreichend, um die Fensterläden zur Lichtabwehr schließen zu müssen.
Auf der Rua Fernao Ornela, Fußgängerzone Richtung Markthalle, kann man eigentlich nur zwischen 8-9 Uhr morgens forsch ausschreiten, tagsüber ist sie verstopft von Touristen. Die Anzahl der Tische im Fußgängerbereich hat entsprechend zugenommen, um noch mehr Kunden zu bedienen. Immerhin, im April war der Kastanienröster nicht mehr da.
Mehrfach Taxi gefahren und festgestellt, dass man mit dem ausländischen Gast gerne Umwege fährt. Darauf angesprochen haben sie ihren Endpreis abgerundet.
Lichtblicke, diesmal im übertragenen Sinn ;-)
Einmal war mir beim umständlichen Einsteigen von Vogelmann das Handy aus der Tasche gerutscht, was ich erst zuhause feststellte. Zum Glück ging der Fahrer bei meinem Anruf ran und meinte, er könne es in 5 Min abliefern. Das fand ich sehr nett und habe mich gerne revanchiert.
Die Leute im und um unser Hochhaus sind immer sehr freundlich, ebenso die Geschäftsleute, auch nach Monaten Abwesenheit wird man freudig begrüßt. Tagesgericht in den Cafés unserer Straße liegt jetzt bei 6,50-7,50€, Eintopf 2,80-3,00€, Bica 90cts. Bananen meist um die 1,50€, frisch gepresster O-Saft 2,80€.
Sonntags ist es immer noch sehr entspannt, wenn man sich oberhalb der Avenida Arriga bewegt. Gerne gehe ich dann Richtung Fortaleza, in der Straße darüber sitzt man im gleichnamigen Café mit den Einheimischen, Eltern mit Kindern können entspannt neben dem Spielplatz sitzen und der Blick wandert in die hohen Berge.
Fazit: Immer noch mein Funchal!
Besten Gruß, Chris
Zuletzt bearbeitet am 30.04.26 15:07
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