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Infos, Tipps und Austausch zu Leben und Urlaub auf Madeira

 


Santa Luzia
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20.11.24 14:19
Vogel 

Madeira-Strelitzie

Drogenprobleme

Meine eigenen Beobachtungen beziehen sich auf die Straßen zwischen Centro de Saude do Bom Jesus, Praca do Carmo und Markthalle.

Seit der Pandemie hat sich die Zahl der sichtbar auf der Straße lebenden Menschen vervielfältigt. Es gibt vermehrt auffälliges Verhalten, wie schreiend in den Verkehr laufen, Passanten anpöbeln oder mitten unter den Fußgängern Drogen zu konsumieren.
Am Gesundheitszentrum ist eine Treppennische tagsüber Rückzugsort (wenn nicht gerade ein privater Sicherheitsdienst engagiert ist), und im hinteren Eingang werden im Winter nachts Pappen ausgelegt zum Übernachten.
Tagsüber ist der Praca do Carmo beliebt bei den Gästen der Cafés, aber abends und ab Samstagnachmittag gehört dieser Platz den Obdachlosen.

Es gab früher einen Methadonbus, der morgens am Park vor der Polizeistation parkte und Abhängige substituierte. Diesen habe ich lange nicht mehr gesehen
Mir sagte ein Mitarbeiter damals, die Sorge sei nicht das Heroin, sondern die vielen synthetischen Drogen, die die Insel überschwemmen.

Ob und wie Entzug auf der Insel möglich ist, habe ich noch nicht herausgefunden, aber den Betroffenen wird durch Abbau von Bänken oder Verdrängung von Aufenthaltsorten nicht geholfen.

Besten Gruß,
Chris

Zuletzt bearbeitet am 20.11.24 15:30

14.09.25 16:54
Cignale 

Madeira-Cinerarie

Re: Santa Luzia

Vogel:
Meine eigenen Beobachtungen beziehen sich auf die Straßen zwischen Centro de Saude do Bom Jesus, Praca do Carmo und Markthalle.

Seit der Pandemie hat sich die Zahl der sichtbar auf der Straße lebenden Menschen vervielfältigt. Es gibt vermehrt auffälliges Verhalten, wie schreiend in den Verkehr laufen, Passanten anpöbeln oder mitten unter den Fußgängern Drogen zu konsumieren.
Am Gesundheitszentrum ist eine Treppennische tagsüber Rückzugsort (wenn nicht gerade ein privater Sicherheitsdienst engagiert ist), und im hinteren Eingang werden im Winter nachts Pappen ausgelegt zum Übernachten.
Tagsüber ist der Praca do Carmo beliebt bei den Gästen der Cafés, aber abends und ab Samstagnachmittag gehört dieser Platz den Obdachlosen.

Es gab früher einen Methadonbus, der morgens am Park vor der Polizeistation parkte und Abhängige substituierte. Diesen habe ich lange nicht mehr gesehen
Mir sagte ein Mitarbeiter damals, die Sorge sei nicht das Heroin, sondern die vielen synthetischen Drogen, die die Insel überschwemmen.

Ob und wie Entzug auf der Insel möglich ist, habe ich noch nicht herausgefunden, aber den Betroffenen wird durch Abbau von Bänken oder Verdrängung von Aufenthaltsorten nicht geholfen.

Besten Gruß,
Chris

Venturas Chega-Partei ist derzeit ja im Aufwind wie noch niemals zuvor. Die nächsten Parlamentswahlen kommen bestimmt und sollte Ventura als Sieger hervorgehen, dann wird es solche Zustände in ganz Portugal wohl eher nicht mehr geben.

Gestern 12:19
Vogel 

Madeira-Strelitzie

Funchal im April 2026

Und wieder gibt es Veränderungen zu beobachten....

Es wird lauter in der Stadt, nicht nur die zu Stoßzeiten verstopften Straßen erzeugen Lärm, nun auch die Musikmacher an den Straßenecken. Unbestritten sind gute Stimmen dabei, aber wenn es vom Zarco-Denkmal bis zum Praca do Colombo schallt, liegen da schon einige Straßenzüge dazwischen. Somit kann man sich dem Klang nicht entziehen und die Präsenz der Musikanten hat deutlich zugenommen.

Ähnlich steht es um die taghell leuchtende LED-Reklame in Schaufenstenr oder an Hausfassaden, die den abendlichen Fußgänger blenden. Man möchte nicht im Haus gegenüber wohnen.
Und dann das Horror-Highlight, die Sozialversicherung hatte (mal wieder) eine Beleuchtung der Fassade angeschaltet, die bei unserer Ankunft im Sekundentakt die Farbe wechselte, und das bis Mitternacht. Unser Wohnhaus wurde dadurch in ebensolche Farben getaucht und in den Räumen und auf den Balkonen war kein Friede zu finden. Vielleicht hat mein Brief geholfen, denn danach wurde es nur noch blau, etwas gedämpdt, aber immer noch ausreichend, um die Fensterläden zur Lichtabwehr schließen zu müssen.

Auf der Rua Fernao Ornela, Fußgängerzone Richtung Markthalle, kann man eigentlich nur zwischen 8-9 Uhr morgens forsch ausschreiten, tagsüber ist sie verstopft von Touristen. Die Anzahl der Tische im Fußgängerbereich hat entsprechend zugenommen, um noch mehr Kunden zu bedienen. Immerhin, im April war der Kastanienröster nicht mehr da.

Mehrfach Taxi gefahren und festgestellt, dass man mit dem ausländischen Gast gerne Umwege fährt. Darauf angesprochen haben sie ihren Endpreis abgerundet.

Lichtblicke, diesmal im übertragenen Sinn ;-)

Einmal war mir beim umständlichen Einsteigen von Vogelmann das Handy aus der Tasche gerutscht, was ich erst zuhause feststellte. Zum Glück ging der Fahrer bei meinem Anruf ran und meinte, er könne es in 5 Min abliefern. Das fand ich sehr nett und habe mich gerne revanchiert.

Die Leute im und um unser Hochhaus sind immer sehr freundlich, ebenso die Geschäftsleute, auch nach Monaten Abwesenheit wird man freudig begrüßt. Tagesgericht in den Cafés unserer Straße liegt jetzt bei 6,50-7,50€, Eintopf 2,80-3,00€, Bica 90cts. Bananen meist um die 1,50€, frisch gepresster O-Saft 2,80€.

Sonntags ist es immer noch sehr entspannt, wenn man sich oberhalb der Avenida Arriga bewegt. Gerne gehe ich dann Richtung Fortaleza, in der Straße darüber sitzt man im gleichnamigen Café mit den Einheimischen, Eltern mit Kindern können entspannt neben dem Spielplatz sitzen und der Blick wandert in die hohen Berge.

Fazit: Immer noch mein Funchal!

Besten Gruß,
Chris

Zuletzt bearbeitet am 30.04.26 15:07

vor 8 Stunden
mrjasonaut 

Madeira-Strelitzie

Re: Santa Luzia

Freut mich.
Landing 19. Praca do Carmo neben Obdachlosenasyl.
Jason.

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