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Madeira

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Schilder für Wanderwege
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07.06.12 14:42
heikeoli 

Madeira-Strelitzie

Re: Naturschutz auf Madeira

Gata:
...
mir fielen bei meiner Wanderung nur die weissen Papieknüdel am Wegrand auf, sonst hätte ich gar nichts gemerkt.
....

... also, Juniors Theorie war, dass die weissen Papierknüddel deshalb da liegen, damit man nicht aus Versehen mal in so einen Haufen reintritt...



Viele Grüße, Oliver

07.06.12 15:41
Olivada 

Administrator

Re: Naturschutz auf Madeira

Gata:
Hallo,
mir fielen bei meiner Wanderung nur die weissen Papieknüdel am Wegrand auf, sonst hätte ich gar nichts gemerkt.
Ist es nicht so, dass die Haufen bei der Wärme schnell verrotten und damit gar kein so grosses Problem sind? Es laufen doch nicht täglich tausende eine Strecke....
Ein richtiges Schei.. -thema.

LG Gata

Hallo Gata,

sobald jemand anders an so einem Haufen vorbeiläuft, verrottet er nicht schnell genug. Es kommt auch auf die Masse an. Wie oft muss ich außerdem meinen Kunden erklären, dass auch pflanzliche Reste vom Picknick nichts in der Landschaft zu suchen haben - verdaut oder nicht. 500 oder mehr Orangen-/Bananenschalen, Apfelbutzen, etc. ergeben einen ganz schönen Berg, besonders an beliebten und idyllischen Pausenplätzen. Wenn ich schon höre "das ist ja Natur" könnte ich .... Aber das hatten wir ja schon, was ich nicht kenne kann ich auch nicht schützen.

Und wie Udalrich schon geschrieben hat, verändert sich mit der Kacke die Zusammensetzung des Bodens, und damit auch die Bedingungen für die Pflanzen. Überdüngung ist eben auch auf der menschlichen Viehweide Rabaçal ein Problem.

Mit öffentlichen WCs ließe sich zudem auch noch ein ganzer Batzen Geld verdienen. Bevor dafür eine Genehmigung erteilt wird, muss wahrscheinlich die Kacke ganz schön am dampfen sein.
Bis dahin, haltet es mit dem Junior von heikeoli: bei weißen Papierknäuel am Boden ist irgendwas im Busch.

Grüße
Olivada

Zuletzt bearbeitet am 07.06.12 15:47

07.06.12 18:04
Gata

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Hallo,
öffentliche Wc`s in den Bergen finde ich ungewöhnlich, habe ich noch nie irgendwo gesehen. Aber vielleicht solltet ihr einen Fond anlegen, in den jeder Wanderer einen Teuro einzahlt, damit man irgendwann Öko / Kompost oder ähnliche Toiletten aufstellen kann.
Ich meine, wenn das Problem schon so brenzlig ist, sollte man sich etwas überlegen.
Den Ruf nach "öffentlichen Tös" kann man sich heutzutage getrost sparen.

LG Gata

07.06.12 19:00
wauzih 

Administrator

Re: Naturschutz auf Madeira

na ja, jokemäßig hatten wir das Thema ja schon mal:
http://forum-madeira.de/thread.php?board=4&thread=72

und eigentlich hätte so'ne Öffi an den Levadas ja auch seinen Sinn.
Der große Haken ist da nur die Entsorgung, ein Plumpsko wäre sicher auch keine Lösung.
Letztlich ist's nu' mal so: wo gehobelt wird, fallen sinngemäß Späne (oder was anderes),
wo viele Menschen, da auch viele "Hinterlassenschaften",
und je bewußter man sich ernährt, desto größer der Anteil der Ballaststoffe, die ja irgendwo hinmüssen.
Einzige Lösung: weniger Wanderer...
*tschaui*
das wauzih

07.06.12 19:23
funkyruebe 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Naturschutz auf Madeira

Das große Geschäft scheint ein schwerer zu lösendes Problem zu sein. Aber die kleinen Geschäfte der weiblichen Wanderer hinterlassen einfach unnötig viel Kunststoff durchsetzte Taschentücher. Gerade bei geführten Riesengruppen Wanderungen kann man beobachten wie viele "Damen" gleichzeitig verschwinden und wenn man Minuten später den Weg passiert, kann man an den frischen Tempos genau abzählen wieviel Damen sich entlehrten. Das zeigt, dass die Führer sie auch nicht angewiesen haben. Sinnvoll wäre es die Führer zu instruieren und diese sollten am besten vor Wanderantritt kleine Plastiktüten verteilen ( Abfall und Taschentücher ).

Außer uns habe ich keine Wanderer mit Tütchen gesehen.


Grüße
funkyruebe




Immer auf der Suche nach einem tagesfüllenden Rundkurs

Zuletzt bearbeitet am 07.06.12 19:24

07.06.12 21:30
Velvet 

Madeira-Strelitzie

Re: Naturschutz auf Madeira

Von alten männern mal ganz zu schweigen...

aber man sollte das Ganze nicht zu sehr problematisieren. Wir sind einige Wege gelaufen, wo wir kaum eine Menschenseele zu Gesicht bekommen haben. Wenn da mal jemand was fallen lässt, da kommt die Natur schon von alleine mit klar.
Zu einem Problem wird es an den menschlichen Viehweiden, wie es Olivada treffend formuliert hat. Wobei ich dem tierischen Vieh jetzt nicht zu nahe treten möchte, die fressen zumindest einen Teil ihrer Hinterlassenschaften in Form von Biomasse wieder weg. Aber zurück zu den Menschen. An solchen Stellen wo die gehäuft aufschlagen, könnte man schon ein paar Toiletten aufstellen. Zwischen an all den Touristen würden die Plumpsklos wahrscheinlich nicht einmal das Landschaftsbild zu sehr beeinträchtigen. Und man könnte sie dort auch problemlos entleeren (ich meine die Klos). Entlang der Levadas sind solche Einrichtungen alleine schon aus logistischer Sicht völlig unsinnig...

Besonders interessant finden wir es übrigens, dass es vielen Leuten offensichtlich überhaupt nichts ausmacht, mehrere Kilo Proviant auf eine Wanderung mitzunehmen. Die wenigen Gramm an übrig gebliebenem Abfall scheinen hingegen zu schwer zu sein, um sie wieder mit zurück zu nehmen...

Gruß
Velvet

07.06.12 22:25
bacalhau 

Moderator

Re: Naturschutz auf Madeira

Frei nach Helmut Qualtinger:
"Der Mensch is a Sau!"

bacalhau

... und wer Lust auf ein sehr individuelles Quartier auf Madeira hat wirft einen Blick auf www.sonho-lindo.eu
P.S. "sonho lindo" ist portugiesisch und heißt auf deutsch "schöner Traum"


07.06.12 22:42
udalriche

nicht registriert

Re: Naturschutz auf Madeira

Gata hat (zum Glück für die Natur) zumindest teilweise Recht: Unter warm-feuchten Bedingungen wird der organische Abfall relativ schnell remineralisiert (RGT-Regel: Erhöht sich die Temperatur um 10 °C, so verdoppelt bis verdreifacht sich die Geschwindikeit der Abbauprozesse). Leider heißt "abgebaut" aber nicht "weg": Die daraus entstandenen Ionen (v.a. Stickstoff und Phosphor - beide ohnehin schon in menschlichen Fäkalien überdurchschnittlich vorhanden) gelangen als Dünger in den Boden und begünstigen dann das Wachstum von stickstoffliebenden Allerweltspflanzen (z.B. Brennessel), die alles andere überwuchern. Wiederum zum Glück werden Stickstoffverbindungen leicht ausgewaschen und verschwinden mit den Levadas und Bächen nach unten (von wo sie ja ursprünglich auch herkommen). Da die meisten Levadas zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen dienen, enthält das Wasser sozusagen kostenfrei auch gleich noch Dünger). Anders sieht es leider mit dem Phosphat aus: Dieses ist sehr immobil und verbleibt großenteils oben. Wie immer in der Ökologie, sind die Verhältnisse also sehr komplex und nicht völlig durchschaubar. Daher wäre es auf jeden Fall gut, wenn man diese Fäkalien an wenigen Orten konzentriert (selbst wenn man sie von dort - z.B. an manchen Levadas - nicht entsorgen könnte. Dann wären aber jedenfalls nicht große Flächen von diesen Veränderungen betroffen).
Den hier gemachten Vorschlag einen Toi-Fonds (oder eine Art Kurtaxe) einzurichten, finde ich im Prinzip gut - sofern das Geld dann wirklich für diesen Zweck (Aufstellung und Instandhaltung von Bergtoiletten) verwendet würde. (Reinigung wäre - zumindest entlang der Levadas - kein großes Problem: Wasser gibt es dort genug).
Einige Zuschriften meinen, man solle das Problem nicht größer machen als es ist. Will ich auch nicht - ich stelle aber seit Beginn meiner 15 Madeira-Aufenthalte seit 1985 eine drastische Zunahme dieser Art von Umweltverschmutzung fest. Wer das einmal beobachten möchte, gehe z.B. im Sommer von Ribeiro Frio an der Levada Furado bis zur Brücke nach Osten und steige dann dort an der kleinen Levada nach Chao das Feiteiras auf ... der Unterschied zwischen der viel begangenen Furado und der eher selten erwanderten kleinen Ribeira ist drastisch.
mfg Ulrich

Zuletzt bearbeitet am 08.06.12 22:23

08.06.12 13:51
walter1 

Madeira-Levkoje

Re: Naturschutz auf Madeira

Hi
Wir sollten es wie die Katzen machen, (vergraben)
das löst zwar nicht das Problem aber es sieht besser aus

Gruß Walter

08.06.12 16:08
Velvet 

Madeira-Strelitzie

Re: Naturschutz auf Madeira

Hallo liebe Forumsmitglieder,

das Thema scheint doch hier einigen unter den Nägeln zu brennen.

Ich persönlich finde das man mal vor der eigenen Tür auf Naturschutz achten sollte.
Und solange es Tourismus gibt und dieser immer mehr zunimmt wird dies auch ein Problem bleiben mit dem Naturschutz.

Den mal ehrlich, wir sind doch auch Touristen und hinterlassen Spuren.

In diesem Sinne ein schönes Wochenende an alle

Gruss
Frau von Velvet

Zuletzt bearbeitet am 08.06.12 16:09

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