vor einer Stunde
madBee      Madeira-Strelitzie
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Re: Bauprojekte
Hallo,
natürlich braucht jede Stadt auch Neubauten und überhaupt Erneuerung. Was mir immer etwas Angst macht ist zum einen der Einsatz immer größeren und schwereren Geräts zum Bauen überall ( wo gab es vor 15 -20 Jahren Kräne, Transportbeton etc.) - das gibt Schnelligkeit, und dass auch sehr oft (oder fast immer?) ausländisches Kapital investiert wird, das kann z.B. aus Venezuela sein, aus Spanien, aber auch ganz anderen Ecken. Wenn die ökonomische Entwicklung nachlässt, stellen viele Madereinser vielleicht fest, dass die Insulaner nicht mehr viel besitzen und zu melden haben.
Das konkrete Projekt in der Rua Fernao Ornelas soll 11 "Einheiten" schaffen, zum Bewohnen, für Dienstleistungen und Kommerz. Es wird eine Verbindung des zur Ornelas gelegenen Gebäudes mit dem schlechteren zur Rua do Seminario gelegenen Gebäude angestrebt.
Weil eigentlich immer der Regierung oder den "Einheimischen" Geld fehlt, muss ausländisches Kapital investiert werden. Dafür bekommen die dann oft für 30 Jahre das Recht zum "Gewinn machen" zu einem Fixpreis. Da kommt es dann zu diesen "Entwicklungsgesellschaften", Straßenprojekten wie Via Rapida u Via Express, teuren Parkhäusern wie am Krankenhaus usw. ; Pousadas, die zu Hotels wurden und dann leerstanden.
Ok, die Grutas von Sao Vicente sollen angeblich bald wieder öffnen, der Cristo Rei soll wieder restauriert werden, irgendwelche Miradouros wieder hergerichtet werden, auch Kapellen und alte Villen noch vor dem Untergang bewahrt werden. Aber vergammeln lassen, (danach noch) brennen lassen, dann investieren lassen usw. Muss das alles so sein? Funchal war noch nie so schön, heisst es. Madeira war noch nie so schön, hmm?
Grüße, madBee
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