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Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!
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17.07.19 11:38
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Aus gegebenem Anlass möchte ich auf Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Zeckenbissen aufmerksam machen.

Da ich in der Lüneburger Heide wohne und mit Hund im Gelände unterwegs bin, habe ich mir angewöhnt nach Zeckenentfernung Datum und Bissstelle zu notieren.
Genauso verfuhr ich im April, als ich zum Anlass des Portugiesischen Mühlentages um Canico herum unterwegs war. Nicht die Wanderung durch Gras und hohen Farn ein paar Tage zuvor, sondern dieser kleine Levadagang bescherte mir einen Blutsauger. Entfernt, desinfiziert, fertig - dachte ich.

Nun tauchte 3 (!) Monate später an selbiger Stelle ein großer roter Fleck auf, vom Arzt begutachtet, brauchte er keine weitergehede Diagnostik, um mir das nach Ärztlicher Leitlinie empfohlene Antibiotikum zu Vermeidung bzw. weiteren Behandlung einer Borreliose zu verschreiben. Laut Arzt ist die Blutuntersuchung nicht zuverlässig genug, nur eine Liquorentnahme liefere einen validen Nachweis.

Da eine nicht behandelte Borreliose schwere Nachwirkungen haben kann, macht Euch kundig und sorgt vor, durch Kleidung, Zeckenmittel, gründliches Absuchen, Entfernen von Zecken und anschließende Desinfektion. Und dann weiterhin aufmerksam bleiben für ungewohnte Symptome.

Besten Gruß,
Chris

Zuletzt bearbeitet am 17.07.19 12:08

17.07.19 12:17
mrjasonaut 

Madeira-Strelitzie

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Vogel:
Aus gegebenem Anlass möchte ich auf Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung von Zeckenbissen aufmerksam machen.

Da ich in der Lüneburger Heide wohne und mit Hund im Gelände unterwegs bin, habe ich mir angewöhnt nach Zeckenentfernung Datum und Bissstelle zu notieren.
Genauso verfuhr ich im April, als ich zum Anlass des Portugiesischen Mühlentages um Canico herum unterwegs war. Nicht die Wanderung durch Gras und hohen Farn ein paar Tage zuvor, sondern dieser kleine Levadagang bescherte mir einen Blutsauger. Entfernt, desinfiziert, fertig - dachte ich.

Nun tauchte 3 (!) Monate später an selbiger Stelle ein großer roter Fleck auf, vom Arzt begutachtet, brauchte er keine weitergehede Diagnostik, um mir das nach Ärztlicher Leitlinie empfohlene Antibiotikum zu Vermeidung bzw. weiteren Behandlung einer Borreliose zu verschreiben. Laut Arzt ist die Blutuntersuchung nicht zuverlässig genug, nur eine Liquorentnahme liefere einen validen Nachweis.

Da eine nicht behandelte Borreliose schwere Nachwirkungen haben kann, macht Euch kundig und sorgt vor, durch Kleidung, Zeckenmittel, gründliches Absuchen, Entfernen von Zecken und anschließende Desinfektion. Und dann weiterhin aufmerksam bleiben für ungewohnte Symptome.

Besten Gruß,
Chris

Es gibt meines Wissens auch eine Vorbeugeimpfung gegen die Infektion, allein, letztes Mal, als ich nachfragte (vor ein paar Jahren) war der Impfstoff ausverkauft bzw. nicht verfügbar in meiner Gegend.

Jasonaut.

17.07.19 12:25
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Borreliose nicht mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) verwechseln! Dagegen gibt es tatsächlich eine Impfung, aber NICHT gegen Borreliose!!!

Übrigens, Samantha Cox, Adminstratorin der Facebook-Gruppe "Madeira Active", macht durch ihren leidvollen Erfahrungsbericht immer wieder aufmerksam auf die Gefahr durch Zecken auch auf Madeira.

Zuletzt bearbeitet am 17.07.19 13:10

17.07.19 14:02
AndreaLombada 

Madeira-Natternkopf

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Laut einem Bericht von Dr. Peter Wirtz im ärzteblatt.de ist die Gefahr von Borreliose dank unserer Mauereidechsen auf Madeira sehr gering.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/27275/...a-Mauereidechse

17.07.19 14:16
wauzih 

Administrator

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

na ja, in den USA gab es wohl schon mal kurzzeitig einen Impfstoff gegen Borreliose, der aber 2017 wieder vom Markt genommen wurde.
Forschungen dazu gibt es wohl etliche, aber schon klar, dazu wird nix genaues veröffentlicht, es möchte sich ja niemand das Patent vor der Nase wegschnappen lassen,
nur mal ein Beispiel einer solchen Veröffentlichung: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/article...atmA7qw_-puBDcY
und vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages gibt's dazu auch was (PDF zum runterladen): http://bit.ly/2J5jJuJ

Na, mal schau'n, aber einfach mal nebenbei:
mir hat mal jemand erzählt, daß Fanal das Zeckennest Madeiras schlechthin wäre,
hat dazu jemand Erfahrungen?

*tschaui*

edit: nebenbei noch 'ne Goggel-Auflistung von Artikeln dazu: https://www.google.de/search?biw=1920&am...3WJM5KYZsBzoAHs

17.07.19 14:16
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Bitte beachten, der Artikel ist von 2001, bis heute könnte sich bezügl. Zecken, Eidechsen und Borreliose einiges verändert haben. Insofern wäre mehr Forschung vor Ort hilfreich.

Meine persönliche Erfahrung ist leider: 3 angedockte Zecken auf Madeira, 1x Borreliose.

Besten Gruß,
Chris

17.07.19 18:21
madBee 

Madeira-Strelitzie

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Hallo,

Zecken haben immer gern eine gewisse Feuchtigkeit, deshalb sind sie früh morgens eher aktiv als an einem heißen Nachmittag - da verkriechen die sich.
Im eigenen Garten habe ich sie immer im Frühjahr in bestimmten Zonen. Eidechsen haben wir wirklich genug, aber die Zecken können ja vorher auch an einer Maus, einer Ratte oder einem Vogel gesaugt haben.
Auf jeden Fall konnte ich Zecken auch schon an Eidechsen sehen.

Auf einem unserer Wanderwege gab es Zecken, aber seit dem großen Brand im August 2016 sind sie nicht wieder aufgetreten.

Im Fanal habe ich noch nie jemals eine Zecke an mir gehabt. Wenn es sie dort gäbe, müssten sie bestimmt auch an den Kuheutern zu sehen sein.

Die fiesesten, größten Zecken fielen auf Porto Santo über uns her. Das war an einem der Picos (Ana Ferreira, glaube ich). Nach dem Aufstieg hatten wir ein schönes Picknickplätzchen gefunden und kaum saßen wir, da krabbelten die dutzendweise an uns hoch.

Aufpassen sollte man schon, auch ohne Borreliose lösen Zeckenbisse doch meistens eine Abwehrreaktion aus.

Grüße, madBee

17.07.19 23:04
Daniel 

Madeira-Strelitzie

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Noch ein Bericht aus dem Deutschen Ärzteblatt:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/27275/...a-Mauereidechse
und auch hier, etwas aktueller http://www.madeira-zeitung.de/start?id=5080

Und es ist auch zu erwähnen, dass man ja langsam wissen sollte, was nach einem Zeckenbiss zu tun ist: Die Wanderröte ist ein klares Zeichen einer Borreliose-Infektion, die kann man eigentlich gar nicht übersehen. Und wenn es wirklich Borreliose ist, kann die, wenn man nicht zu lange abwartet, mit Antibiotika bekämpft werden.

Und zur FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis), die ebenfalls von den Zecken übertragen wird: Ganz Südwesteuropa ist laut der Seite 'zecken.de' (Sachen gibt es...) zeckenfrei

https://www.zecken.de/de/fsme/fsmerisikogebiete-europa

Also, Entwarnung auf allen Ebenen, die lokalen Entzündungsreaktionen sind in der Regel harmlos und häufig verursacht durch unsachgemässe Entfernung der Zecke (Rotation in alle Richtungen, Öl auf die Zecke, Zigarette etc.)

Es gibt da nur etwas: Zeckenzange, Zack und weg....

Frohes Wandern...

Daniel

Zuletzt bearbeitet am 17.07.19 23:11

18.07.19 06:39
Vogel 

Madeira-Riesenfingerhut

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

@Daniel "Zack und weg", genau das dachte ich auch - bisher. Doch mein Thread sollte darauf aufmerksam machen, dass es nicht immer so einfach ist....
Anmerkung: schau mal auf medizinische Seiten, demnach erscheint nur bei etwa 50% der Borrelioseinfizierten die Wanderröte

Ich möchte weder eine Fachdiskussion über Borreliose anzetteln (da kann sich jeder selbst schlau machen, aber besser medizinischen Leitlinien folgen als beliebigen Internetseiten, denn da wird viel krauses Zeug verbreitet), noch möchte ich Euch mit meiner Infektionsgeschichte langweilen.

Wie so oft, gilt auch hier: better safe than sorry.

Chris

Zuletzt bearbeitet am 18.07.19 10:50

18.07.19 12:20
Daniel 

Madeira-Strelitzie

Re: Zecken auf Madeira, Gefahr von Borreliose-Infektion?!

Vogel:
@Daniel "Zack und weg", genau das dachte ich auch - bisher. Doch mein Thread sollte darauf aufmerksam machen, dass es nicht immer so einfach ist....
Anmerkung: schau mal auf medizinische Seiten, demnach erscheint nur bei etwa 50% der Borrelioseinfizierten die Wanderröte

Ich möchte weder eine Fachdiskussion über Borreliose anzetteln (da kann sich jeder selbst schlau machen, aber besser medizinischen Leitlinien folgen als beliebigen Internetseiten, denn da wird viel krauses Zeug verbreitet), noch möchte ich Euch mit meiner Infektionsgeschichte langweilen.

Wie so oft, gilt auch hier: better safe than sorry.

Chris

Hallo Chris

Nur soviel zu der Häufigkeit der Wanderröte: Nach meinen Informationen tritt diese fast zu 90% auf bei einer Infektion mit dem Bakterium, was aber noch nicht heisst, dass es zu einem schweren Verlauf kommt. Häufig wird die Wanderröte mit einem lokalen Ausschlag nach dem Zeckenbiss verwechselt, und manchmal kommt es zu einem atypischen Verlauf des Erythemas. Die Antikörperbestimmung ist auch etwas unsicher, weil sie nicht auf einen aktuellen Infekt hinweisen, sondern auch von einem früheren Kontakt mit dem Bakterium stammen kann.

Man darf auf keinen Fall die Zeckenbisse bagatellisieren, Zack und weg heisst für mich: Fassen der Zecke und rausziehen, nicht Rausziehen und vergessen! Die Bissstelle muss genau beobachtet werden, und im Zweifelsfall zum Arzt und lieber einmal zu viel Antibiotika schlucken als einen akuter Infekt mit den Bakterien riskieren, das kann fatal enden!

better safe than sorry! Genau....

Liebe Grüsse

Daniel

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